Rettung eines historischen Pechofens
Druckansicht Anfrage zum Thema dieser Seite stellen! Diese Seite weiterempfehlen!

 
Datum: 24.11.2012

Erste Hilfe für die „Theerbrennerey“
 
Ihr müsst uns unbedingt helfen, unser historischer Pechofen im Wald droht einzustürzen, wenn er nicht abgestützt wird“, dieser Hilferuf von Revierleiterin Karen Löhner ging neulich bei uns ein. Für unser Team war das eine ideale Gelegenheit für eine praxisnahe Übung. Denn es ging darum, eine Abstützwand um die frostgeschädigten und dadurch gerissenen Lehm und Steinschichten zu bauen. Mittels Bauteile aus unserem Abstützsystem Holz (ASH) wurde das Vorhaben am vergangenen Samstag in die Praxis umgesetzt. Aus gefällten Bäumen fertigten wir angespitzte Pfähle an, mit der Kettensäge wurden gleichlange Bretter zugeschnitten. Sie dienten als Grundlage einer verzapften Palisadenwand. Diese stabilisiert nun die vordere Außenmauer des Ofens, zusätzlich wurde die Holzkonstruktion mit Widerlager und Stützbalken gestützt. Später wird die Konstruktion auch noch mit einer Sandschicht gesichert. „Nun kann der kommende Winter mit Frost und Eis nicht mehr so viel Schaden an unserem wertvollen Fundstück anrichten“, freuten sich Karen Löhner und Geschichtsexperte Hermann Summa bei ihrer Besichtigung des Einsatzortes.
 
Fundstück aus dem 13. Jahrhundert
 
Die Geschichte des großen Pechofen in der Waldabteilung „Hohe Hau“ im Egertal nahe Selb reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Er diente zur Gewinnung von Hausmittel, Schmierstoffen und Dichtmaterial aus den Harzen von Nadelbäumen: Fichten, Kiefern, Tannen und Lärchen hergestellt. Die Gewinnung von Pech und Teer durch die Harzung der Bäume durch die Pechscharrer und die Weiterverarbeitung in den Pechhütten war ein Bereich der Waldnutzung. Nach dem 2. Weltkrieg hatte die Kiefernharzung in der Region keinerlei Bedeutung mehr, der Ofen im Wald geriet in Vergessenheit und verschwand unter der üppigen Vegetation. Erst im Herbst 2002 wurde er aufgrund des Fundes von Steinbrocken mit Pechresten bei einem Fuchsbau entdeckt und als „Theerbrennerey“ des einflussreichen Hammerherrn Johann Christoph Weller identifiziert. In den darauffolgenden Jahren wurde im Rahmen eines Schulprojektes gemeinsam mit Geschichtsexperte Hermann Summa und der Hilfe erfahrener Archäologen der ganze Ofen aus der sprichwörtlichen Verschüttung geholt. Ein großes Holzdach schützt seitdem die Anlage vor Regen und Schnee von oben, einige Sponsoren erklärten sich bereit, das Projekt finanziell zu unterstützen.  Michael Meier

Bilder vom 24.11.2012
Bild vergrössern! Bild vergrössern! Bild vergrössern! Bild vergrössern! Bild vergrössern!
Bild vergrössern! Bild vergrössern! Bild vergrössern! Bild vergrössern! Bild vergrössern!
Bild vergrössern!     


 
Termine
23.06.2018 09:00-16:00 Uhr
Grundabschlussprüfung
Teilnehmer: Prüfer und GA-Prüflinge
30.06.2018 07:30-17:30 Uhr
Ausbildungsdienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
03.07.2018 19:00-22:00 Uhr
Technischer Dienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
21.07.2018 07:30-17:30 Uhr
Ausbildungsdienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
02.08.2018 19:00-22:00 Uhr
Führungsausbidlung
Teilnehmer: ZTr, TrLogFü und Unterführer
07.08.2018 19:00-22:00 Uhr
Technischer Dienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
11.08.2018 07:30-17:30 Uhr
Ausbildungsdienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
12.08.2018 07:00-20:00 Uhr
Tag der offenen Tür
Teilnehmer: Alle
15.08.2018 19:00-22:00 Uhr
Logistik-Runde
Teilnehmer: Log
17.08.2018 17:00-12:00 Uhr
Ausbildungsdienst BIWAK
Zufallsbild