Pressemitteilung: Autofrei und Spass dabei!
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Datum: 01.09.2008

Marktredwitz – Wo sonst Tag für Tag der Verkehr rollt, gab es gestern statt lästiger Abgase vor allem eines: Viel Platz. Über 3000 Rad- und Inline-Fahrer ließen den Sonntag zu einem richtigen Familienfest werden, als es zum fünften Mal hieß: „Autofrei – Spaß dabei“.

Um 10 Uhr gab Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder den Startschuss für die 20-Kilometer-Tour vom Gartenschaugelände über Wölsauerhammer und Brand nach Haid und Seußen. Von dort ging es weiter nach Korbersdorf und Lorenzreuth, ehe Hunderte von Zweiradfahrern das Gelände rund um die Shedhalle und den Auenpark regelrecht belagerten.


Sprung ins kühle Nass


„Der autofreie Sonntag erfreut sich zunehmender Beliebtheit“, so das erfreuliche Fazit eines mit der Sonne um die Wette strahlenden Günter Fuchs. Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht mochte am Morgen, als die ersten Radler an den Start gegangen waren, noch nicht so recht an einen Erfolg glauben, waren doch höchstens um die 200 Teilnehmer gekommen. Doch als die Mittagsessenszeit vorüber war, kamen die Radler in Scharen. „Es sind auch ganz viele hinten über den Auenpark aus der Oberpfalz gekommen, um sich auf den autofreien Weg zu machen“, freute sich Fuchs.

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"Autofrei - Spaß dabei" im Fichtelgebirge 2008

Birgit Seelbinder hoffte beim Start, dass die Radler auch die Schönheiten der Stadt bemerken, während sie in die Pedale treten. Und vor allem, dass sie diese in guter Erinnerung behalten. Und weil es endlich einmal geklappt hat, die Tour in und um Marktredwitz auszurichten, kam die Oberbürgermeisterin den Teilnehmern gleich ein Stück entgegen: „Angesichts des schönen Wetters hat heute jeder freien Eintritt in unser Naturfreibad.“ Das ließen sich viele Radler nicht zweimal sagen. Nachdem sie verschwitzt im Ziel angelangt waren, nutzte so mancher das Angebot und wagte den Sprung ins erfrischende Nass.


„Das hilft, fit zu bleiben“


Stellvertretender Landrat Horst Weidner hob vor allem den gesundheitlichen Aspekt dieser Aktion hervor: „Ein Freizeitvergnügen, das mithilft, fit zu bleiben.“ Auch er hielt die Radler an, nicht zu rasen, sondern vielmehr die herrliche Gegend beim gemütlichen Treten zu genießen. Erfreulich sei, dass sich die Idee des autofreien Sonntags etabliert hat. „Außerdem schützt das die Umwelt und schont den Geldbeutel.“

An die ganz Sportlichen gewandt, meinte BLSV-Kreisvorsitzender Dieter Hörwarth: „Wem die 20-Kilometer-Strecke zu kurz ist, kann sie auch gern zweimal fahren.“

Ein großes Lob hatte Günter Fuchs für alle parat, die sich mit Helm auf den Weg gemacht hatten. Wenn sich so manche Erwachsene noch scheuten, einen Fahrradhelm zu tragen, so seien zumindest die Kinder fast zu hundert Prozent gesichert gewesen. Wie wichtig der Fahrradhelm ist, verdeutlichte Fuchs am Stand der Kreisverkehrswacht, wo auch über passende Kindersitze aufgeklärt wurde.


86 Prozent Kopfverletzungen


„Zu 86 Prozent gibt es bei Radlerunfällen Kopfverletzungen. Damit gerade hier keine Spätschäden zurückbleiben, ist es absolut notwendig, der Unfallverletzung mit einem Helm vorzubeugen“, betonte der Kreisverkehrswachts-Vorsitzende im Gespräch mit unserer Zeitung. „Kinder mit Helm sind schon die halbe Lebensversicherung.“

Besonders erfreut war der Mitveranstalter darüber, dass sich so zahlreiche Familie auf den Weg gemacht haben. Dafür, dass alle sicher über die Staatsstraßen treten konnten, die sonst den Autos vorbehalten sind, sorgten etliche Helfer von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und dem Roten Kreuz.

Damit auch die kleinen Beinchen der Kinder nicht so schnell schlapp machten, waren genügend Rastplätze unterwegs eingerichtet, wo die Radler mit kulinarischen Köstlichkeiten regelrecht verwöhnt wurden. So gab es in Seußen auf dem Marktplatz gleich ein richtiges Dorffest samt einer ökumenischen Andacht für alle Zweiradfahrer. Spaß und Unterhaltung gab es an Spielständen und in der Hüpfburg.

Nächste Station war Lorenzreuth, wo der FC ein Sportfest ausrichtete und die Radfahrer aus dem gesamten Landkreis ebenfalls willkommen hieß. Zurück am Auenpark, sorgte die Turnerschaft Marktredwitz-Dörflas dafür, dass niemand Hunger und Durst leiden musste. Mit einem leckeren Kuchen-Buffet und Herzhaftem vom Grill wurden die Radler-Gaumen hier verwöhnt.

An zahlreichen Ständen informierten Polizei, Rotes Kreuz, der TÜV, die Jugendverkehrsschule und der Radsportclub. Extra aus Zwickau war die Verkehrswacht angereist, um ihren Fahrradsimulator vorzustellen. Wer wollte, konnte in der Shedhalle auch den „Idioten-Test“ ablegen. Ed Kuligowski unterhielt die abgekämpften Sportler mit einem musikalischen Potpourri. Im Auenpark reihten sich nach der Tour auch zahlreiche Fahrräder aneinander, während die müden Teilnehmer ihre Füße im kleinen Bach kühlten oder die Sonnenstühle für ein kleines Nickerchen nutzten.


Gottesdienst zum Abschluss


Nicht nur Günter Fuchs war nach dem abschließenden ökumenischen Gottesdienst in der „Arche“ im Auenpark der Meinung, dass der autofreie Sonntag zum festen Bestandteil des Landkreis-Jahresprogramms gehören muss. Von vielen Radlern war einstimmig zu hören: „So etwas müsste es viel öfter geben.“ Wer also nicht warten möchte bis nächstes Jahr, dem konnte mit Fahrrad-Karten geholfen werden, die den Wallenstein-Radweg ebenso ausweisen wie den Fichtelnaabweg.


 
Termine
25.11.2017 19:00-24:00 Uhr
Jahresabschlussfeier
Teilnehmer: Alle
05.12.2017 19:00-22:00 Uhr
Technischer Dienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
16.12.2017 07:30-17:30 Uhr
Ausbildungsdienst
Teilnehmer: Zug, Log und Stab
16.12.2017 18:30-21:00 Uhr
Ortsausschusssitzung
Teilnehmer: Ortsausschuss
21.12.2017 19:00-22:00 Uhr
Führungsausbidlung
Teilnehmer: ZTr, TrLogFü und Unterführer
22.12.2017 14:00-19:00 Uhr
THV-Bereitschaft
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